Gestaltung internetbasierter kollaborativer Team- und Projektarbeit

Klötzer, Stefan; Hardwig, Thomas; Boos, Margarete (2017)

Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)

Um die Team- und Projektarbeit in Unternehmen zu unterstützten, werden verstärkt internetbasierte kollaborative Anwendungen eingesetzt. Diese ermöglichen es, Mitarbeitende im Unternehmen und über Standorte hinweg zu vernetzen, Wissen und Daten zu teilen und Projekte zu organisieren. Ob diese Vorteile tatsächlich genutzt werden können, hängt davon ab, wie der Einsatz der Werkzeuge gestaltet wird. Als Orientierung für eine effektive Nutzung kollaborativer Anwendungen wird im vorliegenden Beitrag ein Gestaltungsmodell für räumlich verteilte kollaborative Arbeit vorgestellt, das sich an soziotechnischer Systemgestaltung orientiert. Die Tauglichkeit des Modells wird anhand eines Praxisbeispiels demonstriert. Exemplarisch werden an einem Praxisbeispiel Gestaltungsaktivitäten aber auch Probleme bei der Nutzung der Anwendungen aufgezeigt und im Modell auf den Ebenen Strategie, Methoden und Technik verortet. Trotz einer hohen technischen Affinität und vielfältiger Gestaltungsmaßnahmen werden im Praxisbeispiel fünf zentrale Problemfeldern erkennbar: (1) parallele Nutzung von Anwendungen, (2) die Transparenz im Hinblick auf Veränderungen, (3) die hohe Taktzahl virtueller Meetings, (4) der Onboardingprozess, (5) die Spannung zwischen dem Tagesgeschäft und der Umsetzung interner IT-Projekte. Die exemplarische Prüfung des entwickelten Gestaltungsmodells ergibt, dass es Führungskräften und Arbeitsgestaltern eine Orientierung für die integrierte Gestaltung kollaborativer Anwendungen bieten kann.

Anforderungen an die soziotechnische Systemgestaltung bei der Einführung und Nutzung von Kollaborationsanwendungen

Paul, Gerd (2017)

Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen

Soziotechnische Systemgestaltung hatte von Beginn an ein Element von Organisationsentwicklung. Dies gilt umso mehr, für IT-Einführungsprozesse. Gerd Paul beschreibt Herausforderungen bei der Gestaltung kollaborativer Systeme und kommentiert sie aus der Sicht einer soziotechnischen Systemgestaltung. Dabei werden erste Ergebnisse der Empirie aus dem CollaboTeam Verbund reflektiert.

Agil & Verteilt. Ein praktischer Leitfaden für verteiltes SCRUM mit ETEO©

Tietz, Vincent; Kluge, Juliane (2017)

Leanpub

Das Buch stellt ein Arbeitsgestaltungskonzept für die agile Softwareentwicklung vor. Hintergrund und Erfahrungen mit dem Konzept „Ein Team - Ein Office“ (ETEO) werden detailliert beschrieben und die in den letzten Jahren in der Praxis gemachten Erfahrungen geteilt: Werkzeuge, Checklisten, Erfahrungen. Der besondere Wert dieses Buches liegt in verständlichen Darstellung des ganzheitlichen Konzeptes.

Corporate Learning Camp 2017 – Finale einer Lernreise

Vom Trendkonzept des “Agilen Lernens” mit Kompetenzentwicklung über zukünftige virtuelle Lernassistenz durch KI, Learning-Rollen, praktische Formen des Video- und Community-basierten Lernens bis hin zu “Smarter Learning Environments”, Framing und modernem Arbeitsplatz-Lernen wurde ein breites Angebot geschaffen, das viel Raum für einen konstruktiven Austausch über zunehmend digitalisierte Arbeits- und Lernwelten bot.

Details zum Corporate Learning Camp 2017

Wiki Buch zum Organisiertem Lernen (Agile Learning)

Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams

Boos, Margarete; Hardwig, Thomas; Riethmüller, Martin (2017)

Hogrefe Verlag, Göttingen

Das Buch beschreibt die vielfältigen Herausforderungen, die sich Mitarbeitern, Führungskräften und Arbeitsgestaltern in Unternehmen bei räumlich verteilter Zusammenarbeit stellen. Der aktuelle Forschungsstand wird praxisgerecht aufbereitet und daraus ein Konzept für die Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung räumlich verteilter Zusammenarbeit entwickelt. Es basiert auf einem Kompetenzmodell für die Führung verteilter Teams und einem Unterstützungskonzept, das sich an den Entwicklungsphasen eines Teams orientiert. Die einzelnen Methoden werden beschrieben und in Fallbeispielen Konstellationen aus der Praxis vorgestellt.

Facing Fake-to-Fake: Lessons Learned from Distributed Scrum

Tietz, Vincent; Mönch, Alfred (2015)

Agilealliance.org

Die agile Softwareentwicklung nach SCRUM basiert auf einer hochintensiven Zusammenarbeit im Team. Weil dies unter räumlich verteilten Bedingungen mit erheblichen Kommunikationsverlusten verbunden war, hat die Saxonia Systems AG ein innovatives Konzept für verteiltes Scrum entwickelt. Das Papier stellt die Lernerfolge und Maßnahmen vor, wie verteilte Entwicklungsprojekte gezielt unterstützt werden können.

Social Collaboration Workplace. Das neue Intranet erfolgreich einführen

Hiller, Andreas; Schneider, Marcus; Wagner, Anne Christine (2014)

Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt

Das Buch zeigt auf, wie aktuelle Probleme des Informationsaustausches in Unternehmen durch Social Collaboration gelöst werden können: Die einzelnen Elemente des Social Collaboration Workplace und eine Agenda für die Implementierung der Anwendungen werden vorgestellt. Den Schwerpunkt des Buches bildet die konkrete Beschreibung einer Umssetzungsstrategie: Identifizierung von Anwendungsfällen, Entwicklung einer Architektur, das Erproben in Pilotbereichen und das Ausrollen in die Fläche. Case Studies machen die Ausführungen konkret greifbar.

Kooperative Produktentwicklung - Fallstudien aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der IT-Industrie.

Kalkowski, Peter; Mickler, Otfried (2015)

edition sigma. Baden Baden.

Mit zwischenbetrieblichen F+E-Projekten verbinden sich Risiken und besondere Anforderungen an das Management. Viele Kooperationen in der Produktentwicklung bleiben hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Angesichts dessen besteht ein Mangel an empirisch fundierten Erkenntnissen.

Diese Untersuchung geht auf der Basis von Fallstudien (Automobilindustrie, Maschinenbau und IT-Industrie) der Frage nach, wie die Projekte koordiniert werden, bei denen hierarchische Steuerung nur eingeschränkt praktikabel ist. Besonderes Interesse gilt der formalen und informalen Strukturierung der Kooperationen. Formuliert werden Anregungen für die Gestaltung zwischenbetrieblicher Interaktions-, Aushandlungs- und Verständigungsprozesse.