Arbeit mit Kollaborationsplattformen - Gestaltungsempfehlung

Marliese Weißmann, Thomas Hardwig

Kollaborative Anwendungen für Kommunikation und Zusammenarbeit verbreiten sich zunehmend in Unternehmen. Im Zuge der Corona-Krise verstärkte sich der Nutzungs-Trend von Kollaborationsplattformen. Diese neue Form der Zusammenarbeit bringt viele Chancen und Verbesserungen mit sich, jedoch verbergen sich auch Risiken und Schwierigkeiten der Nutzung. Die Broschüre skizziert diese Herausforderungen der Arbeit mit Kollaborationsplattformen und stellt eine Gestaltungsempfehlung vor, die im Rahmen des Projekts CollaboTeam entstanden ist. Das Ziel ist es ein Weg aufzuzeigen, welcher die Arbeit mit Kollaborationsplattformen so gestaltet, dass menschliche Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Persönlichkeitsrechte und Effizienz bei der Gestaltung digitaler Zusammenarbeit berücksichtigt werden.

Schlüsselwörter: Kollaborative Anwendungen, Kollaborationsplattformen, Arbeitsgestaltung, digitale Zusammenarbeit


Work design recommendations

Thomas Hardwig, Marliese Weißmann

Collaborative applications for communication and collaboration are increasingly spreading in companies. Because of the Corona-Pandemic, the trend towards using collaboration platforms increased even more. This new form of collaboration brings many opportunities and improvements, but it also comes with risks and difficulties within the usage. This brochure outlines the challenges of working with collaboration platforms and presents a design recommendation that was created as part of the CollaboTeam project. The goal ist to show a way to include human working conditions, health, personal rights and efficiency within the working method with collaboration platforms.

Key words: collaborative applications, collaboration platforms, work design, digital collaboration


Collaboration platforms as enablers of new work - three case studies on organisational prerequisites for change

Thomas Hardwig

Contribution for the 2nd Transdiciplinary Workplace Research Conference 16.9. – 19.09.2020 (twr.2020.org)

Collaborative applications have the potential to support a new, networked and self-directed form of collaboration, currently propagated by many companies as “new work”. However, the deployment of new technologies does not automatically lead to new forms of work. There are a number of inhibiting or promoting factors to be considered. An important factor influencing the extent to which technological possibilities can be realised is the form companies organise work. The aim of this contribution is to analyse the interrelation between the use of technology and the ways of organising work, using three case studies on collaboration platforms as examples. We want to describe how the use of collaboration platforms affects organisational change and examine the conditions that promote or hinder a change to “new work”.

Keywords

Collaboration plattform, organising, work design, organisational change, new work


„New Work“ dank kollaborativer Anwendungen? Arbeitsgestaltung als Treiber oder Hemmnis für neue Arbeitsformen

Thomas Hardwig, Marliese Weißmann

Beitrag zum Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) 16.3. bis 18.3.2020 in Berlin
Digitaler Wandel, digitale Arbeit, digitaler Mensch

Der Beitrag illustriert an einem Fallbeispiel, wie die Gestaltung der Arbeit mit kollaborativen Anwendungen einen Organisationswandel hin zu „New Work“ unterstützen kann. Mit New Work wird eine selbstorganisierte, netzwerkförmige Form des Organisierens beschrieben, welche nach Child (2015) im Gegensatz zu konventionellen, auf hierarchischer Koordination und Kontrolle basierenden Formen steht. Die Unterschiede zeigen sich bei der Realisierung der Basisprozesse des Organisierens, Integration, Kontrolle und Gratifikation. Im hier beschriebenen Fall wird der Organisationwandel unterstützt, weil die Gestaltung der kollaborativen Anwendungen einer Logik der „emergent structure“ (Mc Afee 2009) folgt. Eine Nutzung der Plattformen für eine erweiterte Management-Kontrolle („imposed structure“) hätte die gegenteilige Wirkung.

Schlüsselwörter: kollaborative Anwendungen, Arbeitsgestaltung, Formen des Organisierens, Integration, Kontrolle, Gratifikation


Mobilität und Vernetzung als Herausforderung für die betriebliche Arbeitsgestaltung am Beispiel der Nutzung kollaborativer Anwendungen in mittelgroßen Unternehmen

Marliese Weißmann, Thomas Hardwig

Beitrag zum Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) 16.3. bis 18.3.2020 in Berlin
Digitaler Wandel, digitale Arbeit, digitaler Mensch

Im Zuge der Digitalisierung werden verstärkt kollaborative Anwendungen bzw. digitale Teamplattformen eingesetzt, welche die Zusammenarbeit von MitarbeiterInnen oder mit Kunden, die an verschiedenen Orten arbeiten, unterstützen. Ihre Nutzung verändert die Arbeit insbesondere durch die Vernetzung aufgrund ihres Potenzials, dass MitarbeiterInnen virtuelle Orte der Zusammenarbeit definieren und quasi unbegrenzt Inhalte austauschen können. Dies und auch der rasche Wandel der Technik stellen die betriebliche Arbeitsgestaltung vor Herausforderungen.

Am Beispiel der fortgeschrittenen Nutzung kollaborativer Anwendungen in drei mittelgroßen Unternehmen sollen Stand und Perspektive der soziotechnischen Systemgestaltung reflektiert werden. Wer macht bzw. betreibt Arbeitsgestaltung und was genau bedeutet Arbeitsgestaltung in der Praxis? Welche Gestaltungsdimensionen spielen eine große Rolle und welche im Gegenzug ausgelassen? Welche neuen Anforderungen stellen Vernetzung und Mobilität? Wie werden die Beteiligung der  Beschäftigten und das Zusammenspiel von Menschen, Technik und Organisation organisiert? Die Analyse basiert auf Betriebsfallstudien dreier mittelgroßer Unternehmen (aus der IT- und Metallbranche), die im Rahmen des Projektes „CollaboTeam“ zur verteilten Team- und Projektarbeit mit einem Mixed-Methods-Ansatz durchgeführt  wurden. Die Fallbeispiele führen vor Augen, dass sich die Gestaltung der Arbeit mit kollaborativen Anwendungen als mehr oder weniger stark konfliktgetragener Such- und Lernprozess beschreiben lässt. Aufgaben müssen von Akteuren entdeckt, Rollen konkretisiert und Kompetenzen zur Arbeitsgestaltung aufgebaut werden. Mobilität und räumliche Distanz erfordern virtuelle Beteiligungskonzepte. Tempo der Veränderungen und die Komplexität kollaborativer Arbeit legen zudem eine Prozessperspektive nahe: Einerseits sind Phasen des Ausprobierens und Weiterentwickelns von Lösungen zu gestalten, andererseits ist das Vorgehen auch in den Kontext der soziotechnischen Geschichte des Unternehmens zu stellen. Vor diesem Hintergrund werden Nutzen und Entwicklungspotenzial sozio-technischer Systemgestaltung in dem Handlungsfeld kollaborativer Anwendungen diskutiert.

Schlüsselwörter: Kollaborative Anwendungen, mobile Arbeit,

Entgrenzung, Arbeitsgestaltung, Soziotechnische Systemgestaltung


Das Arbeiten mit Kollaborationsplattformen – Neue Anforderungen an die Arbeitsgestaltung und interessenpolitische Regulierung

Thomas Hardwig, Marliese Weißmann

Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen die Herausforderungen an die Arbeitsgestaltung und an die interessenpolitische Regulierung, die den Unternehmen durch den aktuellen Boom der Verbreitung von Kollaborationsplattformen gestellt werden. Im Beitrag wird der spezifische Bedarf an Arbeitsgestaltung und betrieblicher Regulierung der Arbeit mit Kollaborationsplattformen herausgearbeitet. Zunächst zeigen wir fünf wesentliche Charakteristika von Kollaborationsplattformen auf, die sie von früheren Formen der Informations- und Kommunikationstechnologien für Teams und Projekte unterscheidet. Wir arbeiten diese Differenzen heraus und verdeutlichen sowohl die Chancen als auch die Risiken bei der Einführung und Nutzung von Kollaborationsplattformen. Auf dieser Grundlage stellen wir sieben Gestaltungsdimensionen für die Arbeit mit Kollaborationsplattformen vor, die jeweils zwischen zwei Extrempolen einen Gestaltungsspielraum für unternehmensspezifische Lösungen eröffnen. Je nach betrieblichen Bedingungen und Bedarf müssen die betrieblichen Akteure ihre Gestaltungsziele aushandeln und festlegen. Weiterhin diskutieren wir die interessenpolitische Regulierung der Arbeit mit Kollaborationsplattformen und geben fünf Empfehlungen für die Arbeitsgestaltung.

Beitrag in dem Buch: Projekt- und Teamarbeit in der digitalisierten Arbeitswelt. Herausforderungen, Strategien und Empfehlungen

Herausgeber: Mütze-Niewöhner; Hacker; Hardwig; Kauffeld; Latniak; Nicklich; Pietrzyk

Springer open access (im Erscheinen)


Auf der Suche nach dem digitalen Arbeitsplatz

Thomas Hardwig, Marliese Weißmann

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung verteilter und netzwerkartiger Formen der Team- und Projektarbeit gewinnen kollaborative Anwendungen für Unternehmen an Bedeutung. Kollaborationsplattformen integrieren vielfältige Anwendungen für die raum- und zeitunabhängige Zusammenarbeit an einem virtuellen Ort im Netz. Der Beitrag zeichnet die Such-, Lern- und Entwicklungsprozesse von drei Unternehmen nach, die auf der Suche nach dem digitalen Arbeitsplatz über drei Jahre begleitet wurden. Er zeigt, dass die komplexen Wechselbeziehungen zwischen sozialen, organisatorischen und technischen Einflüssen in der Nutzung kaum zu antizipieren sind. Vorgehen werden vielmehr immer wieder überdacht, abgewandelt oder gar abgebrochen. Insofern lässt sich die Suche nach dem digitalen Arbeitsplatz für die Organisation und das Arbeiten als ein vielgestaltiger Such- und Entwicklungsprozess fassen. Diese komplexen Anforderungen lassen sich durch ein iteratives, agiles Vorgehen bewältigen. Dabei sind zentrale Themen die Klärung der neuen Formen der Zusammenarbeit, die Regelungen der Einsatzwecke der Kollaborationsplattformen sowie der Aufbau verteilter Kompetenz zur Arbeitsgestaltung.

Beitrag in dem Buch: Projekt- und Teamarbeit in der digitalisierten Arbeitswelt. Herausforderungen, Strategien und Empfehlungen

Herausgeber: Mütze-Niewöhner; Hacker; Hardwig; Kauffeld; Latniak; Nicklich; Pietrzyk

Springer open access (im Erscheinen)


Kollaboration: Wie die rein virtuelle Zusammenarbeit gelingt

Margarete Boos, Thomas Hardwig, Stefan Klötzer

Viele Organisationen haben als Reaktion auf die akute Bedrohung durch COVID-19 ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledi­gen. Aber die meisten Unternehmen und Beschäftigten sind auf diese Situation nicht vorbereitet. Wie kann die Arbeit, insbesondere im Team und in Projekten, unter diesen Extrembedingungen sinnvoll organisiert werden? Welche Anforderungen stellt dies an Führungskräfte? Wie können Unternehmen und ihre Beschäftigten bei der Bewältigung dieser einzigartigen Herausforderung wirksam unterstützt werden? Wie machen wir das Beste daraus?

Der Artikel über die plötzliche Situation der reinen virtuellen Zusammenarbeit konzentriert sich auf drei große Herausforderungen: Neue (Arbeits-)Regeln, Selbstorganisation/geändertes Führungsverständnis und Werkzeuge. Gewohnte Prozesse und Arbeitsweisen ändern sich mit der neuen Situation. Neue Routinen müssen sich erst etablieren und allgemeine Regelungen zur virtuellen Zusammenarbeit vorab festgelegt werden, erst dann können Techniken wie Kollaborationsplattformen, Messengers, etc. richtig gemeinsam genutzt werden. Die Einigung für die Auswahl der Werkzeuge der digitalen Teamarbeit stellt eine Herausforderung für das Team dar, jedoch steht nicht die Technik an erster Stelle, sondern diese müssen sinnvoll in die Arbeitsweise der Teams integriert werden. Führungskräfte erfahren eine Veränderung ihrer Rolle und ihr Führungsverhalten muss sich der virtuellen Zusammenarbeit anpassen. Hierarchische Steuerungen müssen zurückgenommen werden und dafür muss die Führungskraft auf die Selbstorganisation des Teams unterstützend wirken. Koordination, Motivation oder Entwicklung der Mitarbeiter*innen sind weiterhin die Grundaufgaben der Führungskräfte, werden jedoch anders realisiert. Teams müssen diese neue Form der Zusammenarbeit einüben und erlernen.


Arbeit in der digitalisierten Welt

Auf der Homepage des Projektes TransWork hat das CollaboTeam eine Projektübersicht und bisherige Ergebnisse präsentiert. Die Präsentation von CollaboTeam sowie die Ergebnisse und Präsentationen weiterer Verbundprojekte finden Sie unter "Praxisbeispiele und Gestaltungslösungen aus dem BMBF-Förderschwerpunkt".


Über den Wolken - Moderation im virtuellen Raum

Stefan Groß, Thomas Hardwig

Handelsblatt Fachmedien GmbH

 

Moderation kommt immer dann zum Zuge, wenn Betroffene zu Beteiligten werden: Zur Ideensammlung, beim Teilen von Wissen, für gemeinsame Entscheidungen, das Klären von Umsetzungsfragen oder das Ausräumen von Konflikten. Unser Plädoyer ist, solche Moderationsanlässe auch gezielt in virtuellen Räumen stattfinden zu lassen – mit neuen Gestaltungsoptionen für räumlich-zeitlich unabhängiges Denken und Handeln.


Der Artikel ist in der Zeitschrift "OrganisationsEntwicklung" Ausgabe 02/2020 (Smarter Wandel) erschienen. Sie können die Ausgabe hier kostenlos downloaden. 

Bitte beachten Sie, dass sich der Bezug der kostenlosen Ausgabe ohne Widerruf automatisch in ein Jahresabonnement wandelt.


Software-supported collaboration in small- and medium-sized enterprises

Thomas Hardwig, Stefan Klötzer, Margarete Boos

Eine Umfrage von 101 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland hat gezeigt, wie intensiv kollaborative Anwendungen heute genutzt werden und welche positiven und negativen Auswirkungen ihre Nutzung hat. Dieser Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand und die Herausforderungen bei der Bereitstellung kollaborativer Anwendungen in KMU in Deutschland. 

Analysen ergaben Korrelationen zwischen der Verwendung kollaborativer Anwendungen, der Notwendigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der KMU und den Auswirkungen und Vorteilen ihrer Verwendung. Die Befragten Unternehmensvertreter berichteten über eine positive Bilanz ihrer Vor- und Nachteile mit kollaborativen Anwendungen. Die Verwendung kollaborativer Anwendungen hängt eng mit den arbeitsbezogenen Anforderungen zusammen: Je komplexer die Anforderungen an gemeinsames Handeln sind, desto breiter sind die Vorteile und Herausforderungen ihrer Verwendung. Die Daten zeigten auch drei Lücken zwischen der Forderung nach Zusammenarbeit und der Vewendung spezifischer Anwendungen, was das Argument stützt, dass die Implementierung kollaborativer Anwendung für KMU eine Herausforderung darstellt. Eine erfolgreiche Nutzung erfordert wesentliche Änderungen der Arbeitssysteme und der Unternehmenskultur.

Diese empirischen Ergebnisse liefern eine einzigartige und inhaltliche Sicht auf den heutigen Stand der Digitalisierung der Projektkommunikation und des Projektmanagements in KMU, insbesondere auf den Einsatz kollaborativer Software.


Der Nutzen „kollaborativer Anwendungen“bei translokaler Arbeit

Thomas Hardwig (2019)

Moderne Unternehmen entwickeln immer stärker Merkmale virtueller Organisationen. Woraus sich ein Spannungsverhältnis ergibt, da virtuelle Netzwerke insbesondere für kooperationsintensive, kreative und innovative Aufgaben weniger geeignet sind. Distanz erzeugt Probleme der Integration, sie erschwert die Koordination und beeinträchtigt die Lern- und Innovationsfähigkeit. Der Beitrag diskutiert die Bedeutung von internetgestützten, kollaborativen Software-Anwendungen zur Bewältigung dieser Herausforderung. 

Anhand von zwei qualitativen Fallstudien aus Unternehmen, welche über praktische Erfahrungen mit kollaborativen Anwendungen (Plattformen, Wikis, Communities) verfügen, wird die Nutzung analysiert. Anhand von vier analytischen Dimensionen der Distanz wird das integrative Potenzial der Nutzung dieser Anwendungen aufgezeigt. Vor dem Hintergrund eines Verständnisses von Kollaboration als intensivster Form gemeinsamer Bemühungen wird auch eine neuere Entwicklung sichtbar: Die Unternehmen versuchen, Situationen der Kollaboration häufiger stattfinden zu lassen, sie zeitlich auszudehnen und zu intensivieren. Dies wird erkennbar an der Art und Weise, wie sie den zukünftigen „digitalen Arbeitsplatz“ konzipieren.


Erschienen: Nicole Burzan (Hg.) 2019: Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen. Verhandlungen des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen 2018


Lessons learned aus der Erprobung kollaborativer Anwendungen im Verbund CollaboTeam

Hardwig, Thomas; Mußmann, Frank; Mönch, Alfred; Reißmann, Tobias; Schulz, Carsten; Weissmann, Marliese (2019)

In vielen Unternehmen werden kollaborative Anwendungen zur Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit eingesetzt. Sie ermöglichen eine neue Qualität der sozialen Vernetzung und des Wissensaustausches. Jedoch zeigen Befragungsergebnisse bei kleinen und mittleren Unternehmen, dass die tatsächliche Nutzung hinter dem vermuteten Bedarf zurückfällt. Der Beitrag zeigt den Gestaltungsbedarf für eine erfolgreiche Nutzung kollaborativer Anwendungen. Dazu werden die Vorhaben aus dem Verbundprojekt CollaboTeam und erste Lessons Learned aus der bisherigen Entwicklung und Erprobung vorgestellt. Zentrales Zwischenergebnis ist, dass die Aspekte Technik, Methoden und Strategie in einem integrierten Arbeitsgestaltungskonzept ganzheitlich gestaltet werden müssen, um die Potenziale der Technik nutzen zu können. Unternehmen, die gute Lösungen finden wollen, müssen Wege finden, die Beschäftigten an der Entwicklung zu beteiligen.

Erschienen: TransWork - Transformation der Arbeit durch Digitalisierung

Bauer, Wilhelm; Stowasser, Sascha; Mütze-Niewöhner, Susanne; Zanker, Claus; Brandl, Karl-Heinz (Hrsg.): Arbeit in der digitalisierten Welt Stand der Forschung und Anwendung im BMBF-Förderschwerpunkt. Stuttgart: Fraunhofer IAO 2019.


TransWork-Broschüre „Arbeit in der digitalisierten Welt“

Die TransWork-Broschüre „Arbeit in der digitalisierten Welt“ bietet eine Übersicht über den gleichnamigen BMBF-Förderschwerpunkt. Innerhalb der fünf Schwerpunktgruppen des TransWork Projekts stellen sich die 29 Verbundprojekte des Förderschwerpunkts mit ihren Partnern und Forschungsansätzen vor.


Das integrative Potenzial „kollaborativer Anwendungen“ – Drei Fallstudien aus mittelgroßen Unternehmen –

Thomas Hardwig (2019)

Arbeits- und Industriesoziologische Studien

Moderne Unternehmen entwickeln immer stärker Merkmale virtueller Organisationen. Woraus sich ein Spannungsverhältnis ergibt, da virtuelle Netzwerke insbesondere für kooperationsintensive, kreative und innovative Aufgaben weniger geeignet sind. Distanz erzeugt Probleme der Integration, sie erschwert die Koordination und beeinträchtigt die Lern- und Innovationsfähigkeit. Der Beitrag diskutiert die Bedeutung von internetgestützten, kollaborativen Software-Anwendungen zur Bewältigung dieser Herausforderung.


Die Befragung von KMUs zur kollaborativen Team- und Projektarbeit

Gerd Paul (2018)

Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen

Im Rahmen des Verbundprojektes CollaboTeam wurden 101 KMUs über die Einführung und Nutzung von internetbasierten Anwendungen für die Team- und Projektarbeit befragt. Die Vorteile durch den Einsatz der Software für die Zusammenarbeit überwiegen insgesamt die Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Implementierung und Nutzung. Bei der Beteiligung und Qualifizierung der Mitarbeiter besteht noch Nachholbedarf.


Gestaltung internetbasierter kollaborativer Team- und Projektarbeit

Klötzer, Stefan; Hardwig, Thomas; Boos, Margarete (2017)

Gruppe. Interaktion. Organisation. Zeitschrift für Angewandte Organisationspsychologie (GIO)

Um die Team- und Projektarbeit in Unternehmen zu unterstützten, werden verstärkt internetbasierte kollaborative Anwendungen eingesetzt. Diese ermöglichen es, Mitarbeitende im Unternehmen und über Standorte hinweg zu vernetzen, Wissen und Daten zu teilen und Projekte zu organisieren. Ob diese Vorteile tatsächlich genutzt werden können, hängt davon ab, wie der Einsatz der Werkzeuge gestaltet wird. Als Orientierung für eine effektive Nutzung kollaborativer Anwendungen wird im vorliegenden Beitrag ein Gestaltungsmodell für räumlich verteilte kollaborative Arbeit vorgestellt, das sich an soziotechnischer Systemgestaltung orientiert. Die Tauglichkeit des Modells wird anhand eines Praxisbeispiels demonstriert. Exemplarisch werden an einem Praxisbeispiel Gestaltungsaktivitäten aber auch Probleme bei der Nutzung der Anwendungen aufgezeigt und im Modell auf den Ebenen Strategie, Methoden und Technik verortet. Trotz einer hohen technischen Affinität und vielfältiger Gestaltungsmaßnahmen werden im Praxisbeispiel fünf zentrale Problemfeldern erkennbar: (1) parallele Nutzung von Anwendungen, (2) die Transparenz im Hinblick auf Veränderungen, (3) die hohe Taktzahl virtueller Meetings, (4) der Onboardingprozess, (5) die Spannung zwischen dem Tagesgeschäft und der Umsetzung interner IT-Projekte. Die exemplarische Prüfung des entwickelten Gestaltungsmodells ergibt, dass es Führungskräften und Arbeitsgestaltern eine Orientierung für die integrierte Gestaltung kollaborativer Anwendungen bieten kann.


Anforderungen an die soziotechnische Systemgestaltung bei der Einführung und Nutzung von Kollaborationsanwendungen

Paul, Gerd (2017)

Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen

Soziotechnische Systemgestaltung hatte von Beginn an ein Element von Organisationsentwicklung. Dies gilt umso mehr, für IT-Einführungsprozesse. Gerd Paul beschreibt Herausforderungen bei der Gestaltung kollaborativer Systeme und kommentiert sie aus der Sicht einer soziotechnischen Systemgestaltung. Dabei werden erste Ergebnisse der Empirie aus dem CollaboTeam Verbund reflektiert.


Agil & Verteilt. Ein praktischer Leitfaden für verteiltes SCRUM mit ETEO©

Tietz, Vincent; Kluge, Juliane (2017)

Leanpub

Das Buch stellt ein Arbeitsgestaltungskonzept für die agile Softwareentwicklung vor. Hintergrund und Erfahrungen mit dem Konzept „Ein Team - Ein Office“ (ETEO) werden detailliert beschrieben und die in den letzten Jahren in der Praxis gemachten Erfahrungen geteilt: Werkzeuge, Checklisten, Erfahrungen. Der besondere Wert dieses Buches liegt in verständlichen Darstellung des ganzheitlichen Konzeptes.


Corporate Learning Camp 2017 – Finale einer Lernreise

Vom Trendkonzept des “Agilen Lernens” mit Kompetenzentwicklung über zukünftige virtuelle Lernassistenz durch KI, Learning-Rollen, praktische Formen des Video- und Community-basierten Lernens bis hin zu “Smarter Learning Environments”, Framing und modernem Arbeitsplatz-Lernen wurde ein breites Angebot geschaffen, das viel Raum für einen konstruktiven Austausch über zunehmend digitalisierte Arbeits- und Lernwelten bot.

Wiki Buch zum Organisiertem Lernen (Agile Learning)


Führung und Zusammenarbeit in verteilten Teams

Boos, Margarete; Hardwig, Thomas; Riethmüller, Martin (2017)

Hogrefe Verlag, Göttingen

Das Buch beschreibt die vielfältigen Herausforderungen, die sich Mitarbeitern, Führungskräften und Arbeitsgestaltern in Unternehmen bei räumlich verteilter Zusammenarbeit stellen. Der aktuelle Forschungsstand wird praxisgerecht aufbereitet und daraus ein Konzept für die Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung räumlich verteilter Zusammenarbeit entwickelt. Es basiert auf einem Kompetenzmodell für die Führung verteilter Teams und einem Unterstützungskonzept, das sich an den Entwicklungsphasen eines Teams orientiert. Die einzelnen Methoden werden beschrieben und in Fallbeispielen Konstellationen aus der Praxis vorgestellt.


Facing Fake-to-Fake: Lessons Learned from Distributed Scrum

Tietz, Vincent; Mönch, Alfred

Agilealliance.org

Die agile Softwareentwicklung nach SCRUM basiert auf einer hochintensiven Zusammenarbeit im Team. Weil dies unter räumlich verteilten Bedingungen mit erheblichen Kommunikationsverlusten verbunden war, hat die Saxonia Systems AG ein innovatives Konzept für verteiltes Scrum entwickelt. Das Papier stellt die Lernerfolge und Maßnahmen vor, wie verteilte Entwicklungsprojekte gezielt unterstützt werden können.


Social Collaboration Workplace. Das neue Intranet erfolgreich einführen

Hiller, Andreas; Schneider, Marcus; Wagner, Anne Christine (2014)

Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt

Das Buch zeigt auf, wie aktuelle Probleme des Informationsaustausches in Unternehmen durch Social Collaboration gelöst werden können: Die einzelnen Elemente des Social Collaboration Workplace und eine Agenda für die Implementierung der Anwendungen werden vorgestellt. Den Schwerpunkt des Buches bildet die konkrete Beschreibung einer Umssetzungsstrategie: Identifizierung von Anwendungsfällen, Entwicklung einer Architektur, das Erproben in Pilotbereichen und das Ausrollen in die Fläche. Case Studies machen die Ausführungen konkret greifbar.


Kooperative Produktentwicklung - Fallstudien aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der IT-Industrie.

Kalkowski, Peter; Mickler, Otfried (2015)

edition sigma. Baden Baden.

Mit zwischenbetrieblichen F+E-Projekten verbinden sich Risiken und besondere Anforderungen an das Management. Viele Kooperationen in der Produktentwicklung bleiben hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Angesichts dessen besteht ein Mangel an empirisch fundierten Erkenntnissen.

Diese Untersuchung geht auf der Basis von Fallstudien (Automobilindustrie, Maschinenbau und IT-Industrie) der Frage nach, wie die Projekte koordiniert werden, bei denen hierarchische Steuerung nur eingeschränkt praktikabel ist. Besonderes Interesse gilt der formalen und informalen Strukturierung der Kooperationen. Formuliert werden Anregungen für die Gestaltung zwischenbetrieblicher Interaktions-, Aushandlungs- und Verständigungsprozesse.